24-Stunden-Rennen in Limburg

Nun ist es zwar schon eine Weile her, aber der Rennbericht kommt nun doch ...

"Limburg 24h-Rennen für 750 Euro" war wohl knapp gesagt die Schlagzeile, die viele Teams an die Lahn gelockt hat. Hatten die Veranstalter "Modena Race" sich doch zum Motto gemacht, den Kartsport auch für "Jedermann" zugänglich und bezahlbar  zu machen. Ein wahrlich löblicher Gedanke, der sich aber sicherlich nicht auf allen Bahnen realisieren lässt, denn welche Bahn ist schon in der Lage mehr als 15 Teams an den Start zu lassen und dann sieht die Kalkulation bestimmt anders aus...
Jedenfalls ein dickes Lob erst einmal für diese Idee und deren konsequente Umsetzung!! Die Nennung von 25 Teams (auch wenn nur 23 angetreten sind) bestätigt diesen Weg!!

In Limburg sind die-Drifters.de zwar schon einmal Ticket gefahren, aber die gravierenden Leistungsunterschiede bei den Karts haben uns nicht gerade besonders zu Wiederholungen animiert. Die Kenntnis, dass das Rennen mit den 9PS Karts aus Wittgenborn gefahren werden sollte und es obendrein auch noch Kartwechsel gab, ließ das Negativkriterium verblassen.

Allerdings ist Limburg auch ein recht glattes Pflaster, zumindest in der großen Halle. Durch die Erfahrungen von Bad Rappenau geprägt, bereitete uns das zwar Unbehagen, aber schließlich hatten wir ja in Bad Rappenau auch etwas dazu gelernt (so hofften wir).

Außerdem hatten wir noch einen Joker im Ärmel: unser neues Teammitglied Oliwer war in Limburg zuhause und versprach, die Bahn gut zu kennen. Ein Versprechen, dass er mehr als hielt!!

Die übliche Stammbesetzung mit Esther, Hannes und Achim wurde von Benny komplettiert; also unser erstes 24-er mit nur 5 Fahrern. Mal sehen, ob wir das durchhalten würden, aber schließlich erschien uns Limburg nicht als besonders anstrengend und bei einer max. Turndauer von 120 Minuten konnte so eigentlich jeder locker 6 Stunden an Stück laut Plan schlafen. Aber: erstens kommt es anders und zweitens: als man deckt, doch dazu später...

Freitag Abend um 22:30 wurde noch schnell ein Trainingsturn von 1 Stunden Länge eingelegt, der jedoch dazu führte, dass wir nur ca. 4 Std. Schlaf fanden. Ob das so gut war? Wir werden sehen...

Voller Tatendrang und guter Hoffnung stürmten wir auf die Bahn und durften das zweistündige Training mit einer Möhre absolvieren. Ein Karttausch war leider nicht erlaubt, da vor dem anschließenden Quali die Karts neu ausgelost wurden. Also trugen wir es mit Fassung und begnügten uns mit den drittletzten Platz im Freien Training. Zeigte dieses jedoch, dass Oliwer 1 bis 2 Sekunden schneller war, als der Rest des Teams, was wir natürlich ändern wollten!

Beim Quali bekamen wir das Kart zugelost, dass beim Freien Training die schnellste Zeit gefahren ist. Eine Entschädigung für die Schmach im Freien?! Oliwer wusste dieses "Geschenk" auch konsequent zu nutzen und fuhr die-Drifters.de auf die Pole-Position. Unsere erste in unseren bisher gefahrenen 35 Rennen. Klar, dass er damit auch den Startturn fahren durfte!

Das Quali

Pos.

No.

Name

Nat.

Best

  1

17

die-Drifters.de

D

1:09.663

  2 

18

Pro Kart Herren

D

1:09.743

  3 

10

Leeside

D

1:09.885

  4

20

Vodafone Racing 1

D

1:10.052

  5

8

V-max

A

1:10.122

  6

5

Scharmüller

A

1:10.153

  7

1

Kamikaze

A

1:10.209

  8

6

Swobodas pocolocos

A

1:10.325

  9

3

Pro Kart Junior

D

1:10.382

10

13

Wer hat der hat

D

1:10.612

11

23

MK-Racing Hamburg

D

1:10.678

12

16

Autocenter Kindler

D

1:10.795

13

9

Burg Park Ring

D

1:10.997

14

21

Vodafone Racing 2

D

1:11.042

15

14

Rookies 1

D

1:11.079

16

4

Racing 4 Woodquarter

A

1:11.081

17

2

Kartpub Vitis

A

1:11.087

18

22

Rookies Hilden 

D

1:11.099

19

11

Westfriesen

D

1:11.596

20

12

BMW-Kart

D

1:12.185

21

7

Sleepers

A

1:12.215

22

19

Eagles

D

1:12.946

23

15

Rookies 2

D

1:12.986

 

In diesem konnte er sich auch kurzzeitig absetzen und einen Vorsprung von ca. 6 Sekunden herausfahren, bis er dann doch von Klaus Zanotti und einigen anderen "eingefangen" wurde. Nun konnte Oliwer sich an der Führungsgruppe dranhängen und machte das auch gut.

Nach zwei Stunden übernahm Benny das Lenkrad und konnte uns locker auf der "linken Tafel halten", ebenso wie Esther und Achim sowie erneut Oliwer und Benny.

Leider verletzte sich Benny in diesem Turn  und hatte Schmerzen. Hoffentlich hielt er noch bis zum Ende durch...

In der Nacht haben wir dann leider auch ein paar Federn lassen müssen und rutschen auf Platz 8 ab. Eigentlich wollten wir das ProKart-Herren Team nicht fortfahren lassen, aber stattdessen befanden wir uns nun im unmittelbaren Zweikampf mit MK-Racing, die sich in derselben Runde befanden wie wir.

Zwischenzeitlich hatte sich an der Spitze auch einiges geändert. >Wer hat der hat< hat sich von dem kartbedingten Startplatz 10 auf die Spitze gefahren und wurde von >Scharmüller Racing< und >Vodafone Racing Team< verfolgt. Jedoch wurde der Vorsprung zunehmend ausgebaut.

Am Ende wurde es für die Drifters noch einmal eng. Zwar war der Abstand zu Platz 10 so deutlich, dass dieser auch bei einem technischen Defekt recht unwahrscheinlich war, aber MK-Racing überholte uns leider. Da die Jungs aus Hamburg aber mit beneidenswerter Zuverlässigkeit ihr Kart kaputt fahren, konnten wir wieder an ihnen vorbeiziehen. Andreas' Trick, mit dem Transponder zweimal über die Schleife zu laufen wurde glücklicherweise erkannt und korrigiert. (gell, Andreas, Du altes Schlitzohr!! *grins*). Benny hat sich in seinem dritten Turn dann doch recht heftig angeknackst und musste schon nach 29 Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. (Inzwischen geht es ihm allerdings wieder gut 31.01.03)

Jeder versucht nun sein Bestes zu geben. Hannes fuhr mit stoischer Ruhe und Gleichmäßigkeit seine Runden 2 Stunden lang und Esther erwischte immer wieder ein schwer zu lenkendes Kart, weshalb ihre Turns leider kürzer ausfielen, als geplant.

Am Ende durfte Oliwer den Schlußturn von "seinem Rennen" fahren und ließ nichts mehr anbrennen. Zwar waren die ProKart Herren doch noch vor uns, doch die Hamburger konnten wir in die Schranken verweisen...

Somit konnten wir den 8 Platz hochzufrieden heimfahren. Dass es keine Erinnerungspokale für die Teams gab begrüßen wir, denn schließlich haben wir uns mehr über das geringe Startgeld gefreut und sind dann ein Bierchen mehr trinken gegangen... ;-)

 

Das Rennergebnis

Pos.

No.

Name

Nat.

Laps

Diff.

Best

  1

13

Wer hat der hat

D

1243

24:00:13.70

1:04.994

  2 

20

Vodafone Racing 1

D

1234

- 9 laps -

1:05.381

  3 

  5

Scharmüller

A

1234

45.368

1:05.274

  4

  8

V-max

A

1229

- 14 laps -

1:05.876

  5

  9

Burg Park Ring

D

1228

- 15 laps-

1:05.219

  6

21

Vodafone Racing 2

D

1225

- 1 8 laps -

1:05.478

  7

18

Pro Kart Herren

D

1225

4.380

1:05.562

  8

17

die-Drifters.de

D

1223

- 20 laps -

1:06.012

  9

23

MK-Racing Hamburg

D

1223

1:01.540

1:05.786

10

19

Eagles

D

1211

-- 32 laps - 

1:06.172

11

11

Westfriesen

D

1211

1:15.615

1:05.789

12

  3

Pro Kart Junior

D

1208

- 35 laps -

1:05.928

13

10

Leeside

D

1208

9.035

1:06.722

14

22

Rookies Hilden 

D

1208

1:11.853

1:06.018

15

  1

Kamikaze

A

1202

-41 laps-

1:05.958

16

16

Autocenter Kindler

D

1200

- 43 laps --

1:05.657

17

  2

Kartpub Vitis

A

1199

- 44 laps -

1:06.311

18

14

Rookies 1

D

1197

- 46 laps -

1:06.667

19

  6

Swobodas pocolocos

A

1187

- 56 laps -

1:06.085

20

12

BMW-Kart

D

1107

- 1 36 laps -

1:06.944

21

15

Rookies 2

D

949

- 294 laps -

1:07.498

22

 4

Racing 4 Woodquarter

A

721

- 522 laps -

1:06.230

23

  7

Sleepers

A

462

- 781 laps --

1:07.807

Zu bemerken ist aus meiner Sicht noch, dass wir eine erstklassige Rennleitung hatten, die nie unterbesetzt war und stets im Sinne der Teams und des Rennsports entschieden haben. Auch die häufig festzustellenden Unterbesetzung wurde glänzend vermieden.

Daher ein dickes Lob und ein großes Dankeschöööönn!