Die Bahn in Schömberg - gelegen im Schwarzwald - ist schon von der Anfahrt her eine Herausforderung. Die Strecke über Pforzheim hat sich allerdings als die beste Variante herausgestellt, so dass wir nach ca. 2 Stunden Fahrtzeit wohlbehalten am Ziel eintrafen.
Es waren schon alles Teams anwesend, da das Fonger-Racing Team schon am Vortag angereist war.
Aus der Liste der angemeldeten Teams wurde schnell klar, dass der vorletzte
Platz unser erklärtes Mindestziel sein sollte:
6 Teams aus der Pro-Kart-Serie (Plätze 1, 2, 5, 6, 7 und 17) und 4 Gastteams,
von denen 3 Teams in Schömberg ihre Hausbahn hatten. Startnummer 7 ist aus dem
Raum Mönchengladbach angereist - sicherlich nicht ohne Grund!
Somit durften wir mit der Startnummer 5 ins Rennen gehen, obwohl Günter uns zunächst die Startnummer 6 - oder 9?? - aushändigte.
Das Qualifying sollte uns zeigen, ob die Bahnbetreiber - wie in der Vorwoche
beim Training angekündigt - die Karts auf einen einheitlichen Stand gebracht
haben und so fuhren wir voller guter Hoffnung los.
Schnell enttäuschte der letzte Platz in den ersten Minuten des Qualifying. Wie
andere Teams kamen wir auf die Idee das Kart zu wechseln, aber da nur wenige
Wechselkarts zur Verfügung standen, erhielten wir nur ein Kart, das andere
Teams schon nicht mehr für "vertrauenswürdig" beurteilt hatten.
Der Vorteil war jetzt natürlich, dass wir uns das Startgetümmel aus sicherer Entfernung betrachten konnten, denn schließlich drängelt ja keiner mehr im Rücken... ;-))
Das war auch eine gute Strategie, denn es wurde schon in den ersten Runden
heftig gestochert und geschoben. Klar, die Spitzkehre nach der Zielgeraden lud
ja regelrecht ein!
Das erste Gerangel ließ uns schon einen Platz gut machen und so fuhren wir als
lachende Dritte auf P9. Die nächste "Vollsperrung" in der o.g.
Spitzkehre ließ sich leider nicht mehr so glatt umfahren, weshalb wir zwar
ebenfalls stecken blieben, doch durch die Befreiung aus eigener Kraft, war
immerhin schon mal P8 erreicht, während die anderen 2 Teams erst noch geborgen
werden mussten.
Anschließend ging es gemach zur Sache. Man ließ die Überrunder brav vorbei und blockte die unmittelbaren Platzierungsnachbarn, obwohl sie viel schneller waren. So gewinnt man Sekunden.... ;-))
Schließlich mussten wir dann die Pro-Kart-Damen doch ziehen lassen. Jaja, die Macht der blauen Fahne... ;-(
Zwischenzeitlich war im ersten Turn sogar mal P7 erreicht, der sich aber nicht halten ließ.
Langsam baute die Strecke Grip auf und so fiel die 29 dann doch noch. Der Wechsel zum 2. Turn wurde mit P8 abgeschlossen und wir freuten uns alle auf ein besseres Kart...
Das Nächste war denn auch besser. Die Aufholjagd begann also und wieder
waren es die Pro-Kart-Damen, gegen die wir unseren Platz verteidigen mussten.
Doch die Hoffnungen wurden schnell begraben, nachdem Manuela Esther in der
besagten Spitzkehre tief in die Bande geschoben hat. Ein Vergehen, dass die
Rennleitung nicht gesehen hat und somit ohne Konsequenzen für das
Pro-Kart-Damenteam blieb. Die >Ausgrabungsarbeiten< mit zwei (!!) Helfern
haben uns über 3 Runden gekostet; Esther hat eine Rippenprellung davon gezogen
und das Kart war nun auch nicht mehr so kurvenfreudig wie vorher. Das sollte uns
zusätzliche 2 Runden zurückwerfen.
Der Kampf um den vorletzten Platz begann also erneut und wir hatten noch viel
Arbeit bis dahin, denn dazu fehlten jetzt 5 Runden zum Vorletzten und 8 Runden
zu Platz 8. Langsam und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber wir haben
nicht aufgegeben. Schließlich sollten die echten High-Lights noch kommen!!
Ein Kart - eigentlich recht schnell - rutschte leider in sämtlichen
Rechtskurven immer weg. Da dauert es halt, bis man den Dreh heraus hat, wie ein
solcher "Gaul" zu bändigen ist und auf 29er-Zeiten zu puschen ist.
Allerdings hat's viel Kraft gekostet. Deshalb musste Hannes ran! Der hatte es
ganz gut im Griff, schließlich gab ihm die Schwerkraft mehr Grip!! ;-)) Der
Überflieger war aber jetzt im Anmarsch! Kartwechsel!! Esther sagte noch zu
Hannes: "Gleich kommt 'ne Möhre!". Und so sollte es sein!
Unser größter Trost und unsere stärkste Hoffnung waren, dass Team 6 und 8 ebenfalls diese Möhre bekommen sollten, denn schließlich waren die auf P9 und P8. "Hoffentlich geht das Mistding nicht kaputt" haben wir uns alle gedacht!!
Von nun an ging es schwer bergauf. Es folgten deutlich bessere Karts. Eines war sauschnell, denn da funktionierten die Bremsen nicht. Vielleicht sollten die Karts besser alle keine Bremse haben?! ;-))) Spaß beiseite. So ein Ding lässt sich zwar schwer fahren, aber auch hier muss man sich halt auf das Kart einstellen und sehen, wie man damit die besten Zeiten hinbekommt.
Jedenfalls hat diese Rakete ohne Bremse gereicht, um im vorletzten Turn auf
P9 vorzufahren und Startnummer 6 zu überholen.
Der Jubel war groß, doch würde das reichen?? Schließlich sollte unser Kart
beim nächsten Kartwechsel an das Team aus Aschaffenburg weiter gereicht werden.
Aber ein weiteres Ass hatten wir noch im Ärmel. Die Obermöhre sollte im
letzten Turn bei Startnummer 8 landen. Ob das zu schaffen ist!?
Hannes hatte nun große Freude beim Fahren, nachdem er den Frust der Möhre
verdaut hatte. Schließlich wurde er für jede 29er-Runde mit einer La-Ola
belobt!! Nun kam der Kartwechsel!!
Das Neue war ganz gut! ;-)) Hannes pendelte sich bei der 29 ein!
Uwe in Kart 6 hat nach dem Erhalt unseres Karts nicht mehr mit selbigen fahren wollen und vermutete, dass wir die Bremsen ruiniert hätten. Das Ersatzkart ließ ihn aber chancenlos, was wir schon befürchtet hatten und weshalb wir nicht gewechselt hatten. Später stellte sich aber heraus, dass schon mindestens 2 weitere Teams ebenfalls ohne Bremsen gefahren sind. Der vorletzte Platz schien nun ungefährdet.
Nachfolgend nun die Ergebnisse:
| Platz | Nr. | Name | Rd. | Best Lap |
| 1 | 1 | Fonger ProKart | 0 | 28.77 |
| 2 | 9 | Cool Running 1 | -1 | 28.65 |
| 3 | 10 | Cool Running 2 | -4 | 28.78 |
| 4 | 2 | Huber D2 Fun Team 1 | -9 | 28.86 |
| 5 | 7 | Yellow Racing RCM | -18 | 29.17 |
| 6 | 3 | Huber D2 Fun Team 2 | -19 | 29.11 |
| 7 | 4 | ProKart Damen | -20 | 29.27 |
| 8 | 5 | die-Drifters.de | -29 | 29.34 |
| 9 | 8 | IKC Schorndorf | -30 | 29.30 |
| 10 | 6 | RoadRunner | -31 | 29.36 |
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Nach dem anstrengenden Rennen waren wir doch recht zufrieden, denn wir hatten mal wieder die diesmal recht niedrigen Hoffnungen übertroffen, wenngleich wir die ProKart-Damen natürlich gerne einkassiert hätten ... |
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Dafür hatten wir auch schon während des Rennens unseren Spaß mit dem Team 6 - jetzt >Roadrunner< vormals >Telebau Hofman< bzw. >ASC Aschaffenburg<, die sich Verstärkung aus den Reihen der Bahnmechaniker besorgt hatten. |
| Die Huber Team 1 Fahrer konnten sich auch am undankbaren 4. Platz sehr erfreuen, auch wenn sie die Hälfte des Pokals gleich weggeworfen haben ... (siehe Fußboden) |
Kommen wir zu den Treppchenplätzen!
| Und da sind sie auch auf Platz 2! Der schnelle Nachwuchs. | |
Somit geht ein langer Abend vorüber und wir verabschieden uns mit einem Gemeinschaftsfoto ...
... und bedanken uns bei den anderen Teams für das weitestgehend faire Rennen!