1. Rennen der ProKart Team Challenge 2003
12-Stunden-Rennen in Daytona Essen

Zum Auftakt der ProKart Team Challenge wurde zu einem Double 7 (Samstag und Sonntag jeweils ein 7-Std.-Race) nach Essen eingeladen. Eine Bahn, die wir schon kannten und die zu einer der schönsten Anlagen gehört, auf denen wir schon gefahren sind, da alles sehr gepflegt und in gutem Zustand ist.

Mangels Anmeldungen wurde aus dem Double-7 jedoch ein 12-Stunden-Rennen am Samstag.

Das Teilnehmerfeld war ebenfalls sehr dünn, hatten sich doch lediglich 4 Teams (Wer hat der hat, MK-Racing, Scharmüller-Austria und die-Drifters.de) angemeldet, die die Serie fahren wollten. Daher versucht jeder noch ein Team herbei zu zaubern, damit wenigsten 7 Teams an den Start gehen. Es kam noch ein Hausteam (Daytona-Team), eine kurzfristig vorbeigesandte Abordnung aus Hilden (Magic Kart Hilden) und eine ProKart-Truppe zustande.

Bei dieser starken Konkurrenz sollten wir uns schon über den 5. Platz freuen, rechneten aber eher mit dem 6.

Für unser Team fuhren Dino (Gastfahrer, mit dem wir schon gute Erfahrungen in Weeze gemacht haben), Hannes und Achim. Esther war noch von Herne fahruntauglich (Rippen) und wollte es nur kurz versuchen, aber das freie Training zeigte schon, dass an eine Rennteilnahme auf dem 9 PS Rimo-Karts nicht zu denken war. Somit waren wir mit MK-Racining das einzige Team, dass mit nur 3 Fahrern an den Start ging. Die anderen Teams waren mit 4 oder 5 Fahrern angereist.

Gefahren wurde nach dem üblichen ProKart-Reglement und nicht nach den ortsüblichen Regeln.
Als Besonderheit wurde das Rennen allerdings nach 6 Stunden in die andere Richtung gefahren, damit nur noch sehr wenige Fahrer auch diese Streckenführung kannten.

Mit der üblichen "Zander"-Verspätung ging es dann zum Freien Training, das gleichzeitig Quali war.

Unser Kart war nicht das Beste, aber wir wussten, dass es noch schlimmere gab. Daher behielten wir unser Kart und machten das Beste draus. Schließlich hatten wir uns bei der Fahrerbesprechung darauf geeinigt, die Karts so oft zu wechseln, dass jedes Team jedes Kart zweimal fuhr. Der Kartwechselzyklus wurde also auf 48 Minuten reduziert.

Hannes hat uns dann im Freien gezeigt, dass sein Sondertraining letztes Wochenende Früchte gezeigt hat, denn er fuhr schon im 2. Turn schneller als Achim. Dino konnte aber die schnellste Zeit der Drifters erreichen. Trotzdem starteten wir vom letzten Platz gegen das starke Starterfeld.

Nachfolgend das Ergebnis vom Quali:

Pos Nr. Name Bestzeit
1 1 Wer hat der hat 48.39
2 4 Daytona Team 48.69
3 2 MK-Racing 48.94
4 3 Scharmüller Austria 49.29
5 7 ProKart Junioren 49.35
6 8 Magic Kart Hilden 49.42
7 5 die-Drifters.de 49.83

Ca. 11:45 ging es dann an den Start zum 12-Stunden-Rennen. Schnell setzten sich die beiden Führenden vom Rest des Feldes ab. Das Hauptfeld wurde von Startplatz 3 bis 6 gebildet, während unser Startfahrer Dino von Anfang an nicht folgen konnte. Ob es am Kart lag? Nein, diese Ausrede sollte für uns nicht zählen, daher sehen wir weiter, wenn jeder einmal getauscht hatte.

Im Laufe der Zeit stellte sich allerdings heraus, dass die Karts recht unterschiedlich waren, wenngleich sie in der Nacht zuvor eingestellt wurden. Die Ursache war wohl darin zu suchen, dass die Karts beim Einstellen unterschiedlich warm waren, da einige Teams am Freitag Abend noch mit den Rennkarts trainiert haben.

Das Rennen war wieder sehr fair. Die erste schwarze Flagge gab es, weil der Fahrer vom Daytona-Team über die Linie gefahren ist. Eine weitere für Scharmüller-Austria die drei Kartwechsel-Anzeigen übersehen haben und das auch noch, während sie eine absolute Möhre hatten! Als "Sieger nach schwarzen Flaggen" kann ganz klar Magic Kart Hilden gekürt werden, hat sie doch die Flaggenorgie in der letzten Rennstunde von Platz 3 auf Platz 6 gespült.

Zur Mitte des Rennens als die Fahrtrichtung gewechselt wurde, konnte folgender Zwischenstand verzeichnet werden:

Pos Nr. Name Runden
1 1 Wer hat der hat 412
2 4 Daytona Team 411
3 2 MK-Racing 410
4 8 Magic Kart Hilden 409
5 5 die-Drifters.de 408
6 7 ProKart Junioren 407
7 3 Scharmüller Austria 407

Dabei haben die-Drifters.de ganz klar profitiert, da sie knapp vor dem Führenden fuhren und das Pace-Kart das Feld vor dem führenden Team einsammelte. Ob wir also diese Platzierung halten können?! Die starken Fahrer von Scharmüller-Austria ein Runde hinter uns. Allerdings hatte sie schon einen Fahrerwechsel mehr hinter sich.

Die ersten Runden in der anderen Fahrtrichtung blieben die Teams noch recht eng beieinander. Lediglich MK-Racing kam hier nicht so recht vom Fleck. Die Platzierungen blieben lange unverändert. Allerdings drängte Scharmüller-Austria mächtig nach vorne und konnte uns in der 11. Stunde leider überholen. Hannes übergab seinen Turn mit einem Rückstand von ca. 15 Sekunden auf Scharmüller auf Platz 6.Hinter uns lag nur noch ProKart mit fast einer Runde Rückstand.

Obwohl wir ein super Kart hatten, gelang es Achim im letzten Turn nicht, den Fahrer von Scharmüller zu erreichen. Der fuhr einfach super stark und sehr konstant schnell. Umso erstaunter war Achim, als er plötzlich von außen P5 angezeigt bekam! Hat etwa ein Team aufgegeben? Nein die "Schwarz-Orgie" von Magic Kart Hilden wurde eingeleitet: zunächst, weil sie bei Gelblich 4 bis 8 Sekunden schneller waren als alle anderen und anschließend, weil sie beim Absitzen der Strafe über die Haltelinie gefahren sind. Zwei Fehler, die vermeidbar waren und somit umso ärgerlicher sind!!

Da der Fahrer von Hilden langsamer als unser Schlußfahrer war, drohte nun keine Gefahr mehr und wir konnten den 5. Platz sicher nach Hause fahren.

Bei der anschließenden Siegerehrung in kleinstem Kreise wurden gleichzeitig die Teams der ProKartSerie 2002 geehrt, welche dann mit einer Lokalrunde des Vorjahressiegers >Fonger ProKart< begossen wurde.

Nachfolgend das Ergebnis in der Übersicht:

Pos Nr. Name Runden Bestzeit
1 1 Wer hat der hat 856 47.42
2 2 MK-Racing 848 48.03
3 4 Daytona Team 846 48.28
4 3 Scharmüller Austria 845 47.93
5 5 die-Drifters.de 844 48.30
6 8 Magic Kart Hilden 844 48.21
7 7 ProKart Junioren 842 48.23

Danke an Esther für die gute Team-Chef-Arbeit. Sicherlich wäre sie lieber gefahren, aber so konnte sie auch einen guten Beitrag für das Gelingen des Rennens für uns leisten, denn schließlich werden die Rennen auf der Strecke gewonnen und in der Box verloren...

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass wir uns ein weiteres Mal in Essen sehr wohl gefühlt haben. Zwar gab es nicht die ortsübliche "Gratis-Verpflegung", da Daytona Essen nicht der Veranstalter war, aber gerade im Winter ist es immer wieder schön, wenn man auch als Zuschauer nicht an der Strecke frieren muss. Der benzolfreie Kraftstoff und die gute Belüftung ließ auch keine Klagen über Kopfschmerzen aufkommen.