6-Stunden-Rennen in East Kart Belgien am 02.03.03(leider keine Fotos)

Dieses Rennen wurde kurzfristig angesetzt, um die neue 9 PS Sodi Kartflotte einzuweihen. Zwar hatten wir davon bereits Mitte der Woche gehört, aber da wir nur einen Tag vorher in Mannheim das 12-Stundenrennen im Doppelpack gefahren sind, wollten wir Samstag Nacht erst abwarten (wg. Verletzung oder Erschöpfung), bevor wir in Belgien melden. 
Kurzentschlossen planten wir dann Sonntag früh gegen 03:00 Uhr nach unserer Rückkehr in Frankfurt, das Rennen in Belgien zu fahren. Um 7 Uhr ging es wieder auf die Autobahn und nach einigem Umherirren fanden wir die Bahn schließlich ca. 10 Minuten vor dem Freien Training. Da wir schon erwartet wurden, war alles für uns vorbereitet (erste positive Überraschung).
Wir mussten nur nach einer kurzen Begrüßung noch das Rennen bezahlen und durften schon ins Kart steigen. Die zahlreichen befreundeten Fahrer u.a. aus Wegberg als auch Alfred und Eddy von der Bahn gaben uns eine kurze Einweisung und Antworten auf alle auftauchende Fragen.

Schon der erste Eindruck, bevor wir nur einen Meter im Kart gefahren sind war überwältigend. Alles war in dieser Anlage sauber, gepflegt, harmonisch und gut durchdacht (nächste Überraschung). Wir begannen langsam zu begreifen, warum jeder Kartfahrer, der einmal im East Kart gefahren ist, so ins Schwärmen geriet.

So standen wir da mit unseren Laptimern und konnten sie nicht montieren, weil schon einer an jedem Lenkrad der Rennkarts montiert war. Das haben wir noch nie erlebt!!

Ein kurzes Probesitzen in den Kart ließ das Herz höher schlagen. Die Sitze passten optimal; kein XXL-Schlabbersitz und die Pedale in erreichbarer Nähe. 

Die relativ neue Steckenführung auf Rennasphalt ist gelungen: teilweise anspruchsvoll aber auch zahlreiche Abschnitte zur Erholung.

Da ohne Gewichtsausgleich gefahren wurde, sollte Esther ihre Freude haben. Mal sehen, ob Achim mit seinen zusätzlichen 13 kg da mithalten kann?!

Dummerweise gab es zahlreiche Fahrer im Rennen, die noch über 20 kg leichter waren als Esther...

Unsere Erwartung waren also hinsichtlich der Platzierung infolge der eigenen körperlichen Verfassung und des Reglements gering und ein Platz im 2. Drittel würde uns erfreuen. Es gingen 23 Teams an den Start.

Esther kam auf der  Bahn recht schnell gut zurecht und so pendelten wir uns schnell zwischen den Plätzen 13 und 16 ein. Nach einer Stunde freiem Training wurde das Qualifying in 2 Gruppen jeweils 10 Minuten gefahren.

Das Quali:

Pos Nr. Name Bestzeit
1 47 R.K.I 45,92
2 48 FREE 46,13
3 44 East Kart 46,15
4 30 KSC Hof 1 46,20
5 51 Vodafone 2 46,26
6 39 Silberpfeile 46,40
7 41 Vodafone 3 46,83
8 38 die Gurken 46,88
9 43 Media Bomb 46,89
10 45 Tic Tac 46,93
11 35 Race World Tigers  46,94
12 31 KSC Hof 2 47,00
13 46 Co-Joint 47,12
14 49 die-Drifters.de 47,19
15 42 Vodafone 1 47,30
16 50 Team Lux 47,31
17 33 F 40 47,52
18 37 Race World Tigers 2 47,66
19 36 Race World Tigers 1 47,72
20 52 Cara-Zune 47,87
21 40 F 40 2 47,91
22 32 KC Mausbach 47,94
23 34 Buskart 48,02

Da die Flotte noch keine Woche auf der Kartbahn stand, lagen noch keine Erfahrungswerte über die Haltbarkeit des Tanks vor. Geschätzt wurde die Fahrtdauer auf ca. 2,5 Stunden. Jedes Team konnte wechseln, wann es wollte und war für seinen Tank selbst verantwortlich. 

Wir wollten ursprünglich nach 2 Stunden tanken und eine Fahrerwechsel machen, aber während des Rennens sollten wir die Strategie noch komplett über den Haufen werfen.

In der Startaufstellung behagte es uns gar nicht, dass Rene im Team Vodafone 1 hinter uns stand. War er doch bekannt dafür, dass er häufig wie ein Holzhacker fuhr und nicht besonders zimperlich bei Überholmanövern ist. Also sollte Esther sich aus dem Startgetümmel raushalten und lieber Rene vorbeilassen. Er würde schön die Türen eintreten und Esther musste nur zusehen, dass sie mit ihm durchschlüpft. Die Strategie ging im Wesentlichen auf. In den ersten beiden Runden konnte auf diese Weise schon Platz 10 erreicht werden. Allerdings haben wir noch nie so ein Gedrängel in den ersten Runden eines Rennens gesehen. Sicherlich liegt es auch daran, dass wir noch kein Kartrennen mit 23 Startern erlebt haben.

Bei der nächsten fast zwangsläufig folgenden Massenkollision hat sich Esther erfolgreich auf Platz 8 gemogelt und ließ das Verkehrschaos eine Weile hinter sich.

Brav ließ sie anschließend alle schnelleren Fahrer vorbei und fuhr konstant ihre Runden. Die Platzverluste waren nicht so wichtig, da wir darauf spekulierten, dass wir weniger Wechsel haben als die anderen Teams und schließlich freuten wir uns schon über alles was besser als Platz 16 ist.

Nach ca. 2 Stunden wurde klar, dass Esther nicht wechseln wollte und wir das Rennen mit nur einem Fahrerwechsel bestreiten sollten. Eine Entscheidung die das Tankverhalten nun auch interessant werden ließ. Zur Optimierung des Tankstops sollten wir nun auch versuchen, mit nur einem Tankstop auszukommen, da die Karts nicht so durstig waren, wie uns angekündigt wurde.

Achim beobachtete, wie ein Team nach dem anderen schon seit der zweiten Rennstunde zum Tanken kam. Dadurch und durch die Fahrerwechsel der anderen Teams erreichten wir kurzeitig sogar Platz 7. Da die Tanks aber noch nicht leer aussahen, sollte Esther optimalerweise nach 3:10 zum Tank- und Fahrerwechsel kommen, da sie weniger Sprit verbraucht als Achim. Noch immer fuhren Teams mit der ersten Tankfüllung. Darunter u.a. die Gurken und die Vodafone-Teams.

Nach ca. 2:57 waren direkt nacheinander 3 Teams zum Tanken in der Box. Da immer nur ein Kart getankt wurde und die Standzeit erst nach dem Auffahren auf die Tankrampe gestoppt wurde, war ein Einfahren in die Boxengasse bei besetzter Tankstelle fatal. Rene fuhr daher ständig weiter, stand plötzlich mit leeren Tank an der Haltelinie vor der Boxengasse und musste sein Kart sogar auf die Tankrampe schieben. Bei dieser Aktion verlor er allerdings keine unnötige Zeit. 

Inzwischen war Esther allerdings kurz vor dem Kollaps, musste dringend raus und kam daher in die Box. Kurzentschlossen fuhr Achim ohne zu tanken weiter und streckte den Tankstop, bis der Tank fast leer war bis zu 3:10. In der Gelblichtphase wurde schnell getankt und das Rennen fortgesetzt.

Es folgten nun zahlreiche Positionswechsel, da viele schnellere Teams immer wieder durch Ihre Fahrerwechsel zurückfielen. Das sollte nun unser Trumpf sein. Zwar nicht besonders schnell, aber durch Konstanz und geringe Standzeiten wieder Plätze gutmachen. So war dann auch bis zur letzten Stunde sporadisch der 10. Platz erreicht.

In der letzten halben Stunde sollte es also noch einmal um die Wurst gehen, so musste Achim seine unmittelbaren Verfolger ohne Platzkampf passieren lassen, da sie 5 bis 10 Zehntel schneller waren. Dazu gehörten u.a. die Gurken, Tic Tac und Raceworld Tigers1.

Der Platz 14 ließ sich scheinbar kaum noch vermeiden. Schlechter ging es kaum, da zum 15. Platz bereits 6 Runden Vorsprung rausgefahren wurde. In den letzten 15 Minuten wechselte sich jedoch Einiges. Manche Teams fuhren zum Tanken. Andere hätten es besser getan. So z.B. u.a. Die Gurken und Vodafone 1. Beide blieben ohne Sprint direkt hintereinander in der selben Kurve ca. 3 Minuten vor Rennende stehen. Um unseren Tank war es auch nicht viel besser bestellt, aber er sollte wohl gerade noch reichen. Nach dem Zieleinlauf hätte es wohl nur noch für 3 bis 4 Runden gereicht...

So feierten wir dann auch einen für uns völlig überraschenden 10. Platz, den wir uns mit Kondition und Strategie erkämpft haben. Ein Erfolg, den wir nach dem gestrigen Rennen in Mannheim nicht erwartet haben.

Das Rennergebnis:

Pos Nr. Name Runden Bestzeit
1 51 Vodafone 2 455 46,00
2 47 R.K.I 455 45,57
3 44 East Kart 453 45,94
4 41 Vodafone 3 452 46,47
5 30 KSC Hof 1 451 45,89
6 39 Silberpfeile 451 46,10
7 48 FREE 451 45,92
8 43 Media Bomb 448 46,22
9 35 Race World Tigers 448 46,08
10 49 die-Drifters.de 447 47,03
11 42 Vodafone 1 446 46,76
12 45 Tic Tac 446 46,52
13 31 KSC Hof 2 446 46,64
14 38 die Gurken 445 46,58
15 33 F 40 438 47,27
16 34 Buskart 437 47,44
17 37 Race World Tigers 2 435 46,83
18 32 KC Mausbach 435 47,87
19 36 Race World Tigers 1 434 46,91
20 40 F 40 2 432 47,47
21 52 Cara-Zune 430 47,49
22 46 Co-Joint 430 47,02
23 50 Team Lux 333 47,26

Bemerkenswert ist bei diesem Ergebnis sicherlich, dass es 16 Teams gab, die eine bessere Bestzeit hatten, als wir.

Am Ende des Rennens waren wir zwar erschöpft, aber es war angenehm und das anschließende Bierchen hatten wir uns sehr wohl verdient.

Als Fazit mussten wir feststellen, dass sich der spontane Kurztripp absolut gelohnt hat. Allerdings wollten wir das nächste Mal von dem supergünstigen Angebot einer Übernachtung auf der Kartbahn mit Frühstück für 20 Euro pro Person Gebrauch machen!

Allen anderen Kartfreunden können wir nur empfehlen, auch mal ein Rennen in Belgien zu fahren. Dazu kommt ebenfalls, dass Ihr Rabatte auf die Startgebühr der Rennen in Belgien bekommt, wenn Ihr das Rennen unter www.kartTermine.de bucht.

Bis zum nächsten Rennen in Belgistan ...